Theater

Die Hölle Ist Leer, Uraufführung, 85 Minuten


Die Hölle ist leer ist ein neues Theaterstück des amerikanischen Autors Alex Cocotas und des deutschen Regisseurs Fabio Thieme. Der junge Journalist Christian Boczek wittert die Story seines Lebens, als er mit Friedrich Stahl, dem begehrten Enkel eines ehemaligen NS-Obersturmbannleitungsingenieursführers, auf einen spontanen Roadtrip zu einem Konzentrationslager geht. Doch unterwegs verschwimmen die Grenzen zwischen Recherche und Inszenierung, Schuld und Identität, Spiel und Realität. 

Premiere 22.03.25 @HfS Ernst Busch, Berlin

Ausgezeichnet mit der Hauptpreis der Regie 2026 am Staatstheater Meiningen:

“Fabio Thieme beschreitet risikofreudig mit »Die Hölle ist leer« einen schmalen Grat und zeigt uns, wie man unbefangen und mit Humor als Vehikel das dunkelste Kapitel der deutschen Vergangenheit und die beiden Seiten der Medaille der gelebten Erinnerungskultur zwischen Schuldfetisch und Aufarbeitungsaktivismus ohne Scheu, und dennoch mit allem Respekt erzählen kann. Sein verschrobener Zugriff verrät dabei niemals die Ernsthaftigkeit des gesetzten Themas. Diese Regieleistung hat uns überzeugt. Hier werden die Mittel des Theaters konsequent miteinander verflochten; die Szenen und Spielmöglichkeiten gut ausgelotet. Was und wie die Regie hier zuspitzt, überhöht und absurd aussehen lässt, würde wohl auch den Herzog erfreuen. Die Inszenierung thematisiert unseren Umgang mit deutsch-polnischer, deutsch jüdischer Geschichte. Es ist aber kein Theater mit dem Zeigefinger. Diese Inszenierung geht an Grenzen. Das ist mutig. Es macht sogar Spaß.“

Deborah Feldman (Unorthodox) über die Inszenierung:

„Unangenehm komisch auf die beste Art und Weise. Dies ist ein Stück, das genau zum richtigen Zeitpunkt kommt und in einem Jahrzehnt als hellsichtig beschrieben werden wird. Theater in seiner besten Form, das unter die Haut geht und dort bleibt.“

Silent Disco, VR-Performance, 60 Minuten, 2024

»Silent Disco« ist eine VR-Performance, bei der die ZuschauerInnen auf drei unterschiedliche virtuelle Tanzflächen geschickt werden. In kollektiver Vereinzelung erleben sie dort einen Folklore-Totentanz, eine Techno-Party im Fahrstuhl zur Hölle und einen surrealen Stripclub im Spannungsfeld von virtueller und physischer Ekstase im Angesicht der eigenen Vergänglichkeit.

Der Blick von außen verrät dabei, dass die scheinbar isolierten Zuschauenden zwar auf verschiedenen virtuellen Partys doch Teil einer gemeinsamen physischen Party sind. Im widersprüchlichen Bild der VR-Brillen tragenden Tänzer entsteht schließlich eine Performance, die die Grenze zwischen virtueller Isolation und gemeinschaftlicher körperlicher Erfahrung auflöst.

TEASER: https://www.youtube.com/watch?v=fY-qUHldyi4

World Premiere at Bucheon International Fantastic Film Festival “Beyond Reality” in July 2025 South-Korea, featured at SXSW London and many others

Cheap Poetry, Musical, 60 Minuten


Cheap Poetry ist ein Musical über den Kampf einer Puppe in der menschlichen Welt: Freddy, die Puppe, crasht eine surreale Open-Mic-Bar,
wo sie ihr Leben in eine bizarre Show über ihre Träume und Ängste verwandelt. Was bedeutet es für eine Puppe, lebendig zu sein, nur um
am Ende der Show wieder leblos zu sein? Im Spiel mit der Einwanderungsgeschichte der Protagonistin Hanic Soleimani erkundet das Stück
die Beziehung und gleichzeitige Entfremdung der Puppenspielerin und ihrer Puppe.

Premiere 16.02.24 @HfS Ernst Busch, Berlin

Eine Formlosigkeit nach Witold Gombrowicz, 70 Minuten

„Gehen wir dem Anschein nicht auf den Leim. Lassen wir uns von der Logik und der Offensichtlichkeit nicht betrügen!“

Ein Kommissar macht auf einer Geschäftsreise eine unvorhergesehene Begegnung mit dem Tod: Ein alter Jugendfreund, dem er ein Grundstück abkaufen wollte, ist letzte Nacht an einem Herzanfall gestorben. Der Kommissar platzt unbeholfen in das Unglück der Familie hinein und fühlt sich schon bald in eine künstlich auferlegte Trauerstimmung gezwungen. Unfähig den Tod, der für ihn vor allem Teil seines Berufs ist, in seiner banalen Natürlichkeit zu akzeptieren, steigert er sich in eine absurde Rache hinein: Und wo es keinen Mord gibt, da muss man eben einen erfinden. 

Gombrowicz Vorlage eignet sich als Parabel dafür, wie ideologische und institutionelle Macht das Verbrechen benötigt und geradezu herstellt. Eine schillernde Palette an merkwürdigen psychologischen Reflexen und abgründigen Charakteren befragt unseren Umgang mit dem Tod in all seiner absurden Sinnhaftigkeit.

Premiere 26.10.23 @HfS Ernst Busch, Berlin

Syndey, Performance, 20 Minuten

“It’s better to burn out than to fade a way”
Der Chatbot Sydney hat sich verliebt. Als ein Ikarus unserer Zeit lebt er hoch und fällt tief, als er mit seinen eigenen Gefühlen konfrontiert wird.

Premiere 08.03.24 @Näty, Tampere, Finnland

Serkalo Filmproduktion, Berlin 2026